Von Schülerinnen zu Wissenschaftlerinnen - unsere Exkursion zur HAW

Habt ihr euch nicht auch schon immer gefragt, wie wissenschaftliches Arbeiten im Labor abläuft? Am 27.01.2026 bekamen das Bio-Profil und mein Bio-Grundkurs der Q1 die Chance genau diesem Interesse nachzugehen und in die Welt der wissenschaftlichen Praxis abzutauchen. Der Tag begann um 8:45 Uhr an der HAW in Bergedorf in der Fakultät Life Sciences. Prof. Dr. Stephan Noll führte uns zuerst durch das Hauptgebäude der Fakultät und beschrieb den Campus. Nachdem wir einen Überblick über die Universität bekommen hatten, ging es in den Hörsaal. Hier wurde unser Fachwissen in der Genetik aufgefrischt und ergänzt, um die anstehenden Experimente durchführen zu können.

Ziel war es molekularbiologische und biotechnologische Methoden an ausgewählten Experimenten kennenzulernen. Nach der obligatorischen Sicherheitsunterweisung gingen wir alle zusammen in das für uns vorbereitete S1 Labor. Hier wurden wir dem wichtigsten “Akteur” des Tages vorgestellt: Der Pipette. Zunächst hatten wir die Aufgabe drei Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte zu schichten, um uns mit dem Pipettieren vertraut zu machen. Dann ging es auch schon an das Erbgut. Unter sorgfältiger Arbeit extrahierten wir DNA aus Tomaten, sodass wir diese unscheinbare Substanz mit unseren bloßen Augen sehen konnten. Vor der Mittagspause durfte das Bio-Profil noch eine Gel-Elektrophorese durchführen. Der Besuch in der Mensa lohnte sich nicht nur kulinarisch. Zum Studierendenpreis konnten wir essen und trinken, aber vor allem konnten wir uns unter die Studierenden mischen und den Alltag einer Universität erleben. Nach dem Mittagessen, widmeten wir uns unserem gentechnischen Hauptexperiment.

Aus speziellen Escherichia coli Bakterien wurde das grün fluoreszierende Protein (GFP) extrahiert. Die Bakterien wurden so verändert, sodass sie das GFP synthetisieren. Wir lernten den Thermo-Cycler, Säulen (zur Chromatographie: ein spezielles Trennverfahren) und den Vortexer kennen. Am Ende hatten wir alle wunderschön, das grün fluoreszierende Protein in unseren Röhrchen und konnten es in dem dafür abgedunkelten Labor bestaunen. Die ganze Laborgruppe nahm den Tag als sehr lohnend wahr. Besonders positiv betont wurde der Einblick in das naturwissenschaftliche Arbeiten der Biotechnologie. Den Unterrichtsstoff in verschiedenen Versuchen zu visualisieren, war ein gutes Mittel, um ein realistisches Bild davon zu schaffen. Die verschiedenen Methoden wurden einfach und verständlich erklärt und gut vorbereitet. Die Experimentleiterinnen betreuten die Gruppe sehr aufmerksam und halfen uns zuvorkommend. Die begleitenden Lehrer sind bei den Versuchen ebenfalls auf ihre Kosten gekommen und zeigten sich zufrieden mit der Nutzung des Schultages.
Die Exkursion war für uns alle sehr lohnenswert, da sowohl durch die Theorie als auch die praktischen Versuche unser Fachwissen und unser Verständnis für die Genetik erweitert wurden. Besonders die Eigenwirksamkeit und der direkte Kontakt zu einem professionellen Labor hat uns allen nachhaltige Erfahrungswerte gebracht.


Tim Krane, Kst

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